Kurz zusammengefasst beschreibt das 4. Buch Mose den letzten Teil der Reise des Volk Israel ins gelobte Land. Das dauert allerdings eine Weile. Den wieder einmal hat sich das Volk aufgelehnt und musste als Strafe 40 Jahre durch die Wüste irren. Dies weil Gott den Leuten untersagt hat, das gelobte Land zu erreichen. Erst die nächste Generation soll dort eintreffen dürfen.
„Die Reise ins gelobte Land“. Das tönt immer so schön und friedlich. Faktisch handelt es sich aber um einen gigantischen Kriegszug mit einer Armee von über 600’000 Mann. Wenn sie auf ein Volk treffen, kommt es schnell zur gnadenlosen Schlacht, welche die Einheimischen nicht überleben. Und auch das versprochene Land wird von Gott nicht etwa freigehalten. Vielmehr lebt dort bereits ein anderes, starkes Volk. Und auch dieses wird vermutlich weichen müssen.
Was haben alle diese anderen Völker in Gottes Augen so dramatisch falsch gemacht? Warum erhält nur das Volk Israel Gottes Gnaden? Warum muss das gelobte Land zuerst erkämpft werden, wenn es doch schon von Gott versprochen wurde?
Es kommt mir ein bisschen so vor, wie wenn ich jemandem ein Auto verspreche, welches aber gar nicht mir gehört. Statt dessen muss der Beschenkte zuerst den aktuellen Besitzer ermorden, damit er das Auto fahren darf. Das würde doch niemand mit klarem Geist machen! Aber hier scheint ein ganzes Volk genau das zu tun.